GEMEINSAM VIELFALT LEBEN

Mit diesem Motto zeigen wir dem Bus der Meinungsfreiheit, was wirkliche Meinungsfreiheit ist.

Am 14.09.2018 werden wir Bi-in-BW, Bi+ Treff Karlsruhe, LesBit, StuBi, AktivistA, TüBisch. Gemeinsam bei der Kundgebung von 100% Mensch Vielfalt auf den Karlsplatz bringen. Gemeinsam gegen Homo und Transfeindlichkeit, Rassismus und Sexismus. Gemeinsam für Liebe, Respekt, Bildung und Gleichberechtigung.

Ab 14:30 auf dem Karlsplatz in Stuttgart.

#wirsindmehr #stussbus

Es werden noch Ordner gebraucht wer sich als Ordner beteiligen möchte bei kontakt@100mensch.de

Und spenden für die Bühne die 1800€ kostet zum mieten, gerne auch an 100% Mensch http://pay.pal.me/p100M

Gerne versuchen wir Fahrgemeinschaften zu vermitteln, dazu an mich wenden. svenja.angerer@bi-in-bw.de

HELLOQUEEN UND LUSCHTPARTY müssen im Sudhaus Tübingen bleiben – Online-Petition

Bitte für die HalloQueen unterzeichnen. Wir wollen im Sudhaus bleiben. Und bitte weiterleiten.

Grüße

Lilien

An alle,
bitte unterstützt diese Petition, damit die Helloqueen und Luschtparty wieder im Sudhaus stattfinden.

Beim Weiterleiten bitte meine Emailadresse rauslöschen.

Bitte teilen und unterzeichnen
>
> https://www.openpetition.de/petition/online/helloqueen-und-luschtparty-muessen-im-sudhaus-tuebingen-bleiben

PM Trauungen für Lesben und Schwule ? – Leider nicht in der Landeskirche Württemberg

Trauungen für Lesben und Schwule ? – Leider nicht in der Landeskirche Württemberg

Landessynode lehnt Anträge zur Öffnung der Traugottesdienste und zur Einführung von Segnungen ab

 

Stuttgart, 29. November 2017. Die 15. Württembergische Evangelische Landessynode in Stuttgart hatte bereits gestern den Antrag der „OFFENEN KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg“ zur Öffnung der Traugottesdienste für Lesben und Schwule mehrheitlich abgelehnt. Auch der Kompromiss-Antrag des Oberkirchenrates der Segnungen vorsah, scheiterte heute an der Zweidrittelmehrheit.

 

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Baden-Württemberg ist enttäuscht darüber, dass die Württembergische Landeskirche während der Synode nicht ihre Chance genutzt hat, um deutlich zu machen, dass sich Religion und Akzeptanz von Lesben und Schwulen nicht ausschließen müssen.

 

„Das Votum zeigt, dass die evangelikalen Kräfte in der Landeskirche Württemberg immer noch die Oberhand haben und sich auch weiter einem modernen Protestantismus verweigern. Gelebte Homosexualität gilt in vielen Gemeinden nach wie vor als Sünde“, kommentiert Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes (LSVD) Baden-Württemberg das Ergebnis der Abstimmung.

 

Mit dem abgelehnten Antrag fällt die Landeskirche auch deutschlandweit zurück. Während die kirchliche Trauung von Schwulen und Lesben, bereits heute im Rheinland, in Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz und in Baden möglich ist, verwehrt die Synode gleichgeschlechtlichen Paaren weiter Anerkennung und Wertschätzung ihrer Partnerschaften.

 

„Es ist zu hoffen, dass die fortschrittlich denkenden Mitglieder der Landeskirche Württemberg und die OFFENE KIRCHE – Evangelische Vereinigung in Württemberg weiter für die Akzeptanz von Lesben und Schwulen in der Landeskirche kämpfen werden“, betont Brigitte Aichele-Frölich aus dem Landesvorstand.

 

Pressekontakt

Brigitte Aichele-Frölich (Landesvorstand LSVD Baden-Württemberg)

Email: brigitte.aichele-froelich@lsvd.de / Mobilfunk: 01577 469 78 78

 

Hintergrund

 

LSVD fordert Landessynode Württemberg auf, Traugottesdienste für Lesben und Schwule zu öffnen – Lesben- und Schwulenverband (LSVD) unterstützt Forderung der „Offenen Kirche“ Württemberg (Pressemeldung des LSVD Baden-Württemberg vom 27. November 2017)

https://www.lsvd.de/fileadmin/pics/Dokumente/Politik/Laender/2017_11_27_Final_PM_LSVD_fordert_Landessynode_Wuerttemberg_auf_Traugottesdienste_fuer_Lesben_und_Schwule_zu_oeffnen.pdf

 

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Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) ist ein Bürgerrechtsverband und vertritt Interessen und Belange von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, trans- und intergeschlechtlichen Menschen (LSBTI). Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt – wir wollen, dass LSBTI als selbstverständlicher Teil gesellschaftlicher Normalität akzeptiert und anerkannt werden.

 

Mit Ihrer Spende und / oder Mitgliedschaft können Sie uns und unsere Arbeit für „Gleiche Rechte, Vielfalt und Respekt“ unterstützen. Vielen Dank.

 

Hier können Sie sich für unseren Newsletter anmelden.

 

 

 

Lesben- und Schwulenverband in Deutschland e.V. (LSVD)

Landesverband Baden-Württemberg

Weissenburgstr. 28 a

70180 Stuttgart

E-Mail: ba-wue@lsvd.de

 

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LSVD-Bundesverband

Hauptstadtbüro

Bund-Länder-Koordination

Projekt „Miteinander stärken“. Rechtspopulismus entgegenwirken

René Mertens

Almstadtstraße 7

10119 Berlin

 

Tel.: (030) 78 95 47 63

Fax: (030) 78 95 47 79

 

www.lsvd.de

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www.twitter.de/lsvd

HELLOQUEEN UND LUSCHTPARTY müssen im Sudhaus Tübingen bleiben

Wir fordern weitere Raumnutzung der Luscht und Helloqueenparty in den
Räumen des Sudhauses e.V. Tübingen

Das Sudhaus musste auf Grund von Beschwerden der Anwohner, das Partyangebot
einschränken. Den Anwohnern waren die Besucher*innen auf ihrem Rückweg nach
Hause zu laut. Das Sudhaus entschied einige kommerzielle Veranstaltungen zu
behalten, die Luschtparties und Helloqueen, demnach alle queeren Angebote,
zu streichen,wo gerade diese Gruppe kaum Räumlichkeiten in Tübingen hat und
schon gar nicht in dieser Größe.

Begründung:

Gerade die Helloqueen mit knapp 800 Besuchern ist eine Veranstaltung, die
überregional Tübingen Bekanntheit verschafft hat, die eine Stadt nach außen
hin präsentiert, die offen und tolerant ist. Insbesondere die
Helloqueenparty hat einen vielfältigen Raum geschaffen, indem sich
homosexuelle, heterosexuelle, trans und queere Menschen jeden Alters und
jeder Herkunft begegnen und miteinander feiern konnten. Solch ein Angebot
für diese Gruppe gibt es so nicht in Tübingen und auch nicht im
Neckaralbkreis. Weder in der Größe noch mit diesem Gemeinschaftsgefühl.
Zudem sind sonstige Veranstaltungen in Großstädten meist auf Profit und
Kommerzialierung aus. Diese Veranstaltungen hatten jedoch auch eine
gemeinnützige Aufgabe und das hat man als Besucher*in auch wahrgenommen.

Es ist seit mehr als 20Jahren Tradition diese Parties im Sudhaus
auszurichten. Es GEHT HIER nicht nur um RAUMNUTZUNG:

Das Sudhaus e.V. als Soziokulturelles Zentrum und gemeinnütziger Verein hat
für uns die Aufgabe eine Vielfalt in ihren Räumlichkeiten zu ermöglichen,
gemeinnützige Zwecke zu verfolgen und aus der Allgemeinheit auch
Minderheiten zu fördern. Zudem hatte das Sudhaus schon immer das Image
tolerant, offen, künstlerfördernd zu sein und gerade deshalb ist es uns
wichtig in diesen Räumlichkeiten zu bleiben. Es ist eine Zumutung die
Queercomunity nach nun mehr als 20Jahren aufzufordern kommerzielle,
finanziell zweckgebundene Räumlichkeiten aufzusuchen und einen
gemeinnützigen Raum zu verlassen.

Wir fordern den Gemeinderat als auch den Vorstand des Sudhaus e.V. auf,
sich nochmals zusammenzusetzen und eine weitere Nutzung des Sudhauses für
die Luschtparty und Helloqueen zu ermöglichen. Das Sudhaus wird aus
kommunalen Geldern finanziert, deshalb fordern wir die Kommune auf,
schwulen, lesbischen, trans*und queeren Menschen diesen Raum zu lassen.

Wir bitten euch mit eurer Unterschrift unsere Petition zu Unterstützen.

https://www.openpetition.de/petition/online/helloqueen-und-luschtparty-muessen-im-sudhaus-tuebingen-bleiben

am 04.12.2017 erscheint Neuauflage „Das Leben der Renée von Catte“

Liebe Menschen,

heute möchte ich Euch/Sie auf meine Publikation aufmerksam machen, die am 04.12.2017 erscheint (siehe Anhang), mit der herzlichen Bitte um weitere Verbreitung.

Elsa von Bonin stellt mit ihrem Roman von 1911 „Das Leben der Renée von Catte“ die allgegenwärtige Norm der Heterosexualität in die Kritik und mit ihr eine heteronormative Gesellschaftsordnung, in der Ehe, Familie und Reproduktion als Maßstab für ‚Normalität‘ statuiert sind. Damit hinterlässt sie einen äußerst wertvollen Beitrag aus der Literatur der Frühen Moderne, gegen Diskriminierung und für eine Gesellschaft der Akzeptanz. Eine Thematik, die auch 2017 nichts an Aktualität verloren hat.

Mit queeren Grüßen,

Claudia Klank

Crowdfunding „Queerfeministisches Wochenende in Stuttgart“

Liebe Kolleg_innen,

dieses Projekt hat nichts mit der LAG Mädchenpolitik Baden-Württemberg, sondern ist ein persönliches, aber thematisch sehr passendes, Anliegen.

Die Initiative „Queerfeminismus Stuttgart“ benötigt eure / Ihre Hilfe. Um ein Queerfeministisches Wochenende in Stuttgart durchzuführen wurde eine Crowdfundingkampagne initiiert. Spenden, weitersagen, weitermailen & natürlich an diesem Wochenende vorbeikommen wäre toll 🙂

Gespendet werden kann unter folgendem Link: https://www.bw-crowd.de/#!queerfemstuttgart

Hier der Text zum Crowdfunding:

Wir laden euch ein, uns bei der Organisation des ersten Queerfeministischen Wochenendes in Stuttgart am 30.09. / 01.10.2017 im Jugendhaus Nord zu unterstützen. Zwei Tage lang wollen wir gemeinsam Räume schaffen, in denen Menschen die Möglichkeit haben, sich mit queerfeministischer Theorie und Praxis auseinanderzusetzten. Das Projekt will aufspüren und verbinden, Bewusstsein schaffen und empowern. Wir laden alle Interessent*innen herzlich zu unserem Angebot ein:

Workshops Zu Themen wie Antifeminismus in der neuen Rechten, Anti- Diskriminierung, Bodypositivity, Geschlechteridentitäten und mehr. Das genaue Programm mit Referent*innen veröffentlichen wir Mitte September.

Plena zum Thema „Intergenerationales Plenum: Feminismus in Stuttgart“ sowie zum Austausch zwischen verschiedenen Gruppen in Stuttgart.

Rahmenprogramm Infostände verschiedener Gruppen, Filme, Spiele und DIY-Programm, Raum für spontanen Austausch, Versorgung mit leckerem Essen, Samstagabend: Party (Genaues folgt bald)

Viele Grüße und vielen Dank,

Jessica Wagner

LAG Mädchenpolitik Baden-Württemberg e.V.

Siemensstr. 11

70469 Stuttgart

Tel. +49 711 8382157

wagner@lag-maedchenpolitik-bw.de

www.lag-maedchenpolitik-bw.de

www.netzwerk-teilzeitausbildung-bw.de

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https://www.facebook.com/lagmaedchenpolitikbw/

Null Toleranz für Grapscher in Tübingen

*Pressemitteilung *Tübingen, 23. Mai 2017

*Null Toleranz für Grapscher*

Die Stadtverwaltung Tübingen und die Polizei ziehen an einem Strang, um
Sexualstraftaten in Tübingen künftig konsequent zu verfolgen und wo es nur
geht zu verhindern. Das ist das Ergebnis einer Besprechung am Montag, bei
der es um die jüngsten Vorfälle im Epplehaus am 12. und 13. Mai 2017 ging.
Dort hatte es laut Aussage der Verantwortlichen und einiger Betroffener
sexuelle Übergriffe männlicher Besucher gegenüber einigen Besucherinnen
gegeben. Der Verein Epplehaus e.V. hatte eingeräumt, den Situationen im
späteren Verlauf der Veranstaltungen nicht mehr gewachsen gewesen zu sein.

Eine Anzeige wurde bislang nicht erstattet, weshalb die Polizei Zeugen und
Opfer aufruft sich zu melden, um die Vorfälle aufklären zu können. Nur so
kann eine strafrechtliche Verfolgung der Täter durch die Polizei und somit
der Schutzzweck der neuen Gesetzeslage sichergestellt werden. Hinweise
können bei der Polizei unter Telefon 07071/972-8660 abgegeben werden.

„Für sexuelle Übergriffe darf es keine Toleranz geben, egal welcher
Herkunft der Täter ist“, sagt Oberbürgermeister Boris Palmer. „Grapscherei
und Bedrängen sind keine Kavaliersdelikte. Das verschärfte Sexualstrafrecht
gibt uns die Möglichkeit, das auch durchzusetzen. Sexuelle Belästigung
steht unter Strafe und muss verfolgt werden, sobald sie bekannt wird.“
Überführte Täter riskieren Gefängnisstrafen von bis zu fünf Jahren und im
Falle eines Asylbewerbers die Ausweisung. Die Stadt setzt auf Aufklärung
und Prävention. Beratung bietet in Tübingen auch der Verein Frauen helfen
Frauen: www.frauen-helfen-frauen-tuebingen.de/beratungsstelle-
sexualisierte-gewalt.

Auch die Veranstalter sind ihren Gästen gegenüber in der Pflicht, alle
Vorfälle dieser Art sofort zu melden, sobald sie bekannt werden. Auch dies
ist eine Konsequenz des im letzten Jahr verschärften gesetzlichen Schutzes
der Unversehrtheit von Frauen in der Öffentlichkeit. Um die Veranstalter zu
unterstützen, bieten Stadt und Polizei Aufklärungsgespräche und ihre
Unterstützung an, wo immer von Nöten. Dabei soll geklärt werden, in welchen
Fällen die Polizei helfen kann und warum es sinnvoll ist, diese Hilfe auch
anzunehmen. „Wenn wir rechtzeitig gerufen werden, können wir die Identität
von mutmaßlichen Täter feststellen, die Ermittlungen aufnehmen und vor
allem auch die strafbaren Handlungen zum Schutz der Frauen beenden“, sagt
der Leiter des Polizeireviers Tübingen Polizeidirektor Martin Zerrinius.

„Wir werden uns mit den Clubbesitzern und Veranstaltern rasch an einen
Tisch setzen, um gemeinsam die Lage zu analysieren und eine Gegenstrategie
zu entwickeln“, sagt die Erste Bürgermeisterin Dr. Christine Arbogast. „Wir
müssen jede Art von Diskriminierung am Einlass vermeiden und zugleich
sicherstellen, dass sexuelle Gewalt in keinem Fall toleriert wird.“ Ziel
des gemeinsamen Vorgehens aller Beteiligten sei es, so Christine Arbogast,
dass alle entspannt miteinander feiern können und sich die Menschen in der
Stadt angstfrei bewegen können.

*Universitätsstadt Tübingen *Referentin für Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Sabine Schmincke
Am Markt 1
72070 Tübingen
Telefon 07071 204-1500
Fax 07071 204-1111
presse@tuebingen.de
www.tuebingen.de/presse


*Frauencafé achtbar Tübingen e.V.*
im Frauenprojektehaus
Weberstraße 8
72070 Tübingen
Tel. 07071-32862

info@achtbar-tuebingen.de

Vereinsnummer: VR1516
Steuernummer: 86166/35244

PRESSEMITTEILUNG zum 17. Mai 2017 LSBTTIQ Netzwerk

Verfolgung auf Grund sexueller Orientierung als Fluchtgrund anerkennen!

Nicht erst die katastrophalen Nachrichten aus Tschetschenien zeigen: In vielen Regionen weltweit sind massive Diskriminierung und staatliche Verfolgung von Menschen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung zu beobachten. Diejenigen, die vor diesen Ereignissen in Deutschland Schutz suchen, brauchen unsere Solidarität und Unterstützung. Zugleich müssen sich Lesben, Schwule und bisexuelle Menschen in Deutschland gegen Homophobie und populistische Vereinnahmungsversuche wehren.

Auch in diesem Jahr wird am 17. Mai der Internationale Tag gegen Homophobie (IDAHO) begangen. Ziel ist es, auf die Diskriminierung von gleichgeschlechtlich liebenden Menschen aufmerksam zu machen und Akzeptanz einzufordern. Das Netzwerk LSBTTIQ ruft dazu auf, an diesem Tag ein deutliches Zeichen zu setzen.

Die Fortschritte im Kampf um Akzeptanz und Gleichberechtigung von Schwulen, Lesben und bisexuellen Menschen sind in den letzten Jahren zunehmend bedroht. In vielen Teilen Afrikas, des Nahen Ostens, Südasiens und der ehemaligen Sowjetunion werden Gesetze erlassen, die lesbisch-schwule Sichtbarkeit verfolgen oder Menschen auf Grund ihrer sexuellen Orientierung kriminalisieren. Autoritäre Regierungen oder fundamentalistische religiöse Gruppen setzen gezielt auf die Dämonisierung von Schwulen, Lesben und emanzipativen Aktivist_innen, sie schüren Hass und Gewalt, um dann wiederum als Garanten ‚öffentlicher Moral’ daraus politisch Kapital zu schlagen. Fliehen die Menschen aus diesen Verhältnissen und suchen Asyl, haben auch LSBTTIQ Geflüchtete meist erhebliche Probleme, in Deutschland ihre Fluchtgründe geltend zu machen. „Im Laufe des Asylverfahrens in Deutschland werden sie häufig abermals Opfer von Diskriminierung und sehen sich gezwungen, auch hier ihre sexuelle Orientierung zu verbergen.“, erklärt Angela Jäger vom Sprechendenrat des Netzwerks LSBTTIQ und weist auf die besonderen Schutzbedarfe von LSBTTIQ Geflüchteten hin. „Hierzu die Möglichkeiten für echte Un-terstützungsstrukturen aufzuzeigen und klare Möglichkeiten, diese im Asylverfahren als Selbstverständlichkeit zu integrieren, sind auch zentrales Themen des vom Netzwerk LSBTTIQ und der Türkischen Gemeinde in Baden-Württemberg e.V. organisierten Fachtags „Angekommen – in Sicherheit?“ am 2. Juni 2017 in Stuttgart.

Auf der anderen Seite haben populistische Bewegungen in westlichen Gesellschaften „entdeckt“, dass sich mit der Instrumentalisierung von Nation und heteronormativem Familienglück, der Diffamierung davon abweichender Lebensmodelle und dem gezielten Schüren von Ängsten Aufmerksamkeit erzielen lässt. Noch ist Homophobie auch in Europa gesellschaftsfähig. Der Aufruf, die Sichtbarkeit der Vielfalt sexueller Orientierungen und die Aufklärung über Familienkonstellationen jenseits der heterosexuellen Kleinfamilie „auf den Müllhaufen der Geschichte“ zu werfen, ist wieder zu hören. Umso zynischer ist es, dass gleichzeitig Schwule und Lesben gezielt eingesetzt werden, um Ressentiments gegen Muslime zu schüren. Wir lehnen diese Vereinnahmungsversuche strikt ab. Unterstützung brauchen Initiativen, die für interkulturelle Verständigung eintreten und die Vielfalt von sexuellen Orientierungen und Diversität von Geschlecht als Gewinn für alle hier lebende Menschen vermitteln. „Wir brauchen die aktive Gestaltung unserer Gesellschaft“, fordert Tamara Kailuweit vom Sprechendenrat des Netzwerks LSBTTIQ. Sie betont, dass „wenn die Rechte von Minderheiten in Frage gestellt werden, ist es Aufgabe jedes Menschen unabhängig von Parteizugehörigkeit, Religion oder persönlicher Betroffenheit Gesicht zu zeigen und Farbe zu bekennen: Gegen Homofeindlichkeit und Diskriminierung – für Akzeptanz und gleiche Rechte!“. Vernehmbar sollten alle sein, die Vielfalt einer reaktionären Einfalt vorziehen. Gemeinsam sind wir stark und sichtbar.

Zum IDAHO 2017 finden in ganz Baden-Württemberg wieder viele Veranstaltungen gegen Homophobie und für Akzeptanz statt. Zahlreiche Mitgliedsorganisationen des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg stellen am 17.05. im ganzen Land verschiedene öffentliche Aktionen auf die Beine und zeigen in ihrer Vielfalt Gesicht. Alle Details zu den Veranstaltungen finden Sie auf unserer Homepage: www.netzwerk-lsbttiq.net/termine/idaho

Heidelberg:
•    Infostände der Community sowie „Markt der Möglichkeiten“ (16-18 Uhr), Rainbow-Flash (17:05 Uhr)

Karlsruhe:
•    Luftballon-Aktion (15:30-16:30 Uhr), Gedenkminute am Stolperstein (16:45-17 Uhr)
•    Jahresfeier im queeren Jugendzentrum (17-21 Uhr)

Mannheim:
•    Informationsstand (17-18:45 Uhr) mit Luftballon-Aktion (18:00 Uhr)

Stuttgart:
•    Informationsstand (11-19 Uhr) mit Luftballon-Aktion (17:50 Uhr)
•    Theater-Impro Spiele-Abend (19:30-21:45 Uhr)

Ulm:
•    Infomeile der Community Vereine (14-18 Uhr)

Ebenfalls am 17.5. hat die Landesregierung den Landesbeirats zum Aktionsplan  „Für Akzeptanz und gleiche Rechte“ zur zweiten Sitzung eingeladen.

Über das Netzwerk: Das Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg ist ein überparteilicher und weltanschaulich nicht gebundener Zusammenschluss von lesbisch-schwul-bisexuell-transsexuell-transgender-intersexuell und queeren (LSBTTIQ) Gruppen, Vereinen und Initiativen. Das Netzwerk zeigt damit bereits die Vielfalt und die Vielgestaltigkeit von Geschlecht und sexueller Orientierungen. Ziel des Netzwerks ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen LSBTTIQ-Mitgliedsgruppen auf Landesebene zu fördern und den Erfahrungsaustausch zu intensivieren, zu zentralen Themen gemeinsame Positionen zu erarbeiten und gegenüber landespolitischen Entscheidungstragenden zu vertreten. Dabei greift das Netzwerk auf die vorhandenen Kompetenzen und Expertisen der Mitglieder zurück. Die Bündelung der Aktivitäten vor Ort erbringt Synergieeffekte, die den gesellschaftlichen Beitrag der Mitgliedsgruppen wirkungsvoller gestaltet. Die Eigenständigkeit jedes Mitglieds wird respektiert und alle Mitglieder arbeiten gleichberechtigt.

Kontakt zu Geschäftsstelle: kontakt@netzwerk-lsbttiq.net
Kontakt zum Sprechendenrat: sprechendenrat@netzwerk-lsbttiq.net
Mehr Informationen zum Netzwerk: www.netzwerk-lsbttiq.net
Netzwerk bei Facebook: www.facebook.com/lsbttiq

LSBTTIQ: Die Abkürzung steht für einzelne Richtungen in der vielfältigen Regenbogen-Gemeinschaft – lesbisch (L), schwul (S), bisexuell (B), trans-gender (T), transsexuell (T), intersexuell (I), queer (Q).

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Geschäftsstelle des Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg
Lisa Haug, Danijel Cubelic
Email: kontakt@netzwerk-lsbttiq.net

Netzwerk LSBTTIQ Baden-Württemberg
Web: www.netzwerk-lsbttiq.net
Facebook: https://de-de.facebook.com/lsbttiq
Sprechendenrat des Netzwerks: sprechendenrat@netzwerk-lsbttiq.net

Der Aufbau der Geschäftsstelle des Netzwerks LSBTTIQ Baden-Württemberg wird unterstützt durch das Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg.

Pressemitteilung zum Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie (17.Mai)

Dienstag, 16. Mai 2017

 

 

Land muss Vorreiter bei Offenheit und Vielfalt bleiben

 

MdL Brigitte Lösch: „Familie ist für uns überall da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen“

 

Zum „Internationalen Tag gegen Homo-, Bi- und Transphobie“ (17. Mai) ruft die Grüne Fraktion im Landtag Baden-Württemberg dazu auf, engagiert für Akzeptanz und Vielfalt einzutreten. „Wir sind viele, wir sind bunt und wir zeigen Gesicht für die offene und freie Gesellschaft“, erklärt Brigitte Lösch, Sprecherin für die Gleichstellung von lesbischen, schwulen, bisexuellen, transsexuellen, transgender, intersexuellen und queeren (kurz: LSBTTIQ). „Familie ist für uns überall da, wo Menschen füreinander Verantwortung übernehmen. Das zeigt auch das Motto, das die IDAHOBIT-Organisatoren 2017 ausgerufen haben: ‚Liebe macht Familie‘. Wenn wir das ernst meinen,  müssen alle Kinder die gleichen Rechte haben, egal in welcher Familienkonstellation sie aufwachsen. Am schnellsten ginge das mit der Öffnung der Ehe für alle auf Bundesebene“, betont Lösch.

 

Mit dem 2015 verabschiedeten Aktionsplan „Für Akzeptanz & gleiche Rechte Baden-Württemberg“ setzt die Landesregierung ein Zeichen für die Gleichstellung von LSBTTIQ-Menschen in Baden-Württemberg. Im Haushalt 2017 sind 250 000 Euro für die konzeptionelle Weiterentwicklung und Umsetzung des Plans eingestellt.  „Mit der Stärkung der LSBTTIQ-Organisationen, Vereine und Selbsthilfegruppen vor Ort verankern wir die Strukturen auf kommunaler Ebene und schaffen ein breites Netz, um Ausgrenzung, Vorurteile und Zugangsbarrieren im Alltag abzubauen“, so Lösch. Bereits aufgebaut wurde neben einer Geschäftsstelle für das Netzwerk LSBTTIQ eine professionelle psychosoziale Beratung für LSBTTIQ-Menschen und ihre Angehörigen. „Um die Lebenssituation von LSBTTIQ-Menschen zu verbessern, müssen wir verlässliche und vor allem  bedarfsgerechten Beratungs- und Unterstützungsangebote etablieren“, erklärt Lösch. Ein weiterer wichtiger Bestandteil der Umsetzung des Aktionsplans ist ein umfassender Dialogprozess.  „Wir wollen, dass unser Land weiter ein Vorreiter für Offenheit und Vielfalt bleibt. Dafür brauchen wir  alle, die sich für eine tolerante und gleichberechtigte Gesellschaft  in Baden-Württemberg einsetzen“, so Lösch.

 

Neben dem  Kampf um gleiche Rechte darf die umfassende Rehabilitierung der nach dem menschenrechtswidrigen Paragraph 175 Verurteilten  nicht vergessen werden. So begrüßt Brigitte Lösch ausdrücklich das Drängen Baden-Württembergs hier möglichst umfassend für Gerechtigkeit zu sorgen. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass sich Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha über den Bundesrat dafür einsetzt, dass auch von Ermittlungen Betroffene in die Entschädigung einbezogen werden sollen. Diese hatten für die Betroffenen drastische Konsequenzen – von gesellschaftlichen Stigmatisierungen bis zur totalen sozialen Isolierung.“

 

 

Caroline Blarr · Stv. Pressesprecherin

Fraktion Grüne im Landtag · Konrad-Adenauer-Straße 12 · 70173 Stuttgart

Telefon: 0711 / 20 63-6134 · Mobil: 0151 / 109 100 46 · Fax: 0711 / 20 63 660

caroline.blarr@gruene.landtag-bw.de · www.gruene-landtag-bw.de

Neue Stellenausschreibung bei BAF

Liebe Frauen*projekte,

die Stelle der Geschäftsleitung bei BAF e.V. wird nach Ablauf der ersten 
drei Jahre neu ausgeschrieben. Eine genaue Stellenbeschreibung befindet 
sich im Anhang.
Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr die Ausschreibung über Eure 
Verteiler weiterleiten könntet.

Beste Grüße
Marie Kaltenbach

-- 
BAF e.V.
Bildungszentrum und Archiv zur Frauengeschichte Baden-Württembergs
Rümelinstr. 2 - 72070 Tübingen
Tel.: 07071 - 369 349
Fax: 07071 - 317 44
info@baf-tuebingen.de
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Öffnungszeit Archiv & Bibliothek: Do 16 - 19 Uhr & nach Vereinbarung
Bürozeiten: Di 10 - 13 Uhr, Do 14 - 19 Uhr

Spenden für unsere Arbeit sind sehr willkommen!
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